| CHEFDENKER, INGRADE, HOMOCIDE HOUSEPIG, AMEN 81 -
03.10.2003 Mannheim, Juz Piranha Er fertig mit der Welt, ich muss fahren. Klamotten in die Karre, go. Wir fahren geschmeidige drei Stunden nach Mannheim und nehmen noch einen kleinen Stau mit. Die Hütte in Mannheim ist ziemlich cool, mit super Pennplätzen, Dusche und so weiter. Die Leute sind sehr nett und es wird für uns frisch gekocht. Allerdings sind wir die ersten, obwohl es schon sieben Uhr ist. Hier fangen Konzerte wohl immer erst um zehn an. Na ja, OK. Zeit um sich nebenan auf der Kirmes ein paar Proleten anzugucken und sich beim wahllosen rammen von anderen Autoscooterern neue Freunde zu machen. Derweil versucht sich Disco wieder wach zu trinken. Matze hilft ihm großzügig dabei. Währenddessen füllt sich der Saal mit allerhand lustigen Leutchens, in der Hauptsache die Lederjacken-Iro-Fraktion. Dann die erste Band. Cooler Hardcore mit einer coolen Frauenstimme. Natürlich reißt direkt ne Saite, und ich mache wieder den großzügigen Roadie. Toll. Allerdings wird nur der Gesang abgenommen, was dem Sound nicht unbedingt zuträglich ist. Trotzdem machen die vier ihre Sache gut, und vor allem die Frontfrau geht ab wie Schmitz Katze. Da könnten die Jungens sich auch mal ne Scheibe von abschneiden. Sache gut gemacht, alles OK. Mittlerweile sind Matze und Disco wieder gesund getrunken und machen fleißig weiter. Bloß nicht schlapp machen... Die zweite Band besteht aus vier Typen, die ziemlich coolen Rock daherrotzen. Der Sänger organisiert wohl in Frankfurt Konzerte und hat obendrein ein elegantes Hawaii-Hemd an, und vor allem der Bassist hampelt das es eine wahre Wonne ist. Ebenfalls gut gemacht, setzen. Dann bauen wir auf und Disco zieht es vor unbekleidet zu musizieren. Der Sound auf der Bühne besteht aus Brei mit Krach, aber dafür zieht sich einer im Publikum aus Solidarität ebenfalls aus. Die "Anziehen!"-Sprechchöre sind genau so witzig wie die Typen, die mit Sonnenbrille pogen. Beide Daumen hoch. Manche finden das Schauspiel witzig, andere können - wie gehabt - so rein gar nichts mit der ganzen Sache anfangen. Musikalisch geht es back to the roots, und als ich mich bei "Punkrockkavalier" gegenüber der Bühne auf einer Erhöhung aufbaue und mich geschmeidig der Audienz präsentiere (wie sich das gehört!), da würdigt mich das Publikum eines einzigen Blickes, um dann kurz die Stirn in Falten zu legen und ihre Kippen weiterzudrehen. Cool! So lässig bin ich noch nie ignoriert worden. Sauwitzig. Nur der Typ, der zufällig neben mir steht, klopft mir mal beiläufig auf die Schulter... Beim spielen bemerke ich noch, dass die Schmalz-Kollegen (www.schmalzaroundtheworld.de) auch schon wieder da sind und frage mich, wo die Bierschinken-Crew bleibt. Sind doch sonst nicht so zimperlich. Na ja, jedenfalls ist dann auch schon irgendwann Ende. Wie das halt so ist. Danach noch AMEN 81, die erwartungsgemäß ziemlich herbe ins Gemächt treten, weshalb sie von fast allen Anwesenden nach Strich und Faden abgefeiert werden. Was noch steht, pogt, wer kaum noch stehen kann, ist trotzdem dabei. Alle Achtung! Alles geil, alles super, alles prima. Prost. |