Chefdenker Mercherin Geburtstagsparty - 03.12.2004 Engelshof, Köln-Porz

Tja, Jazz feiert zusammen mit der Silke und ihrem Allerweltsliebling, dem tapsigen Köter Charles, Geburtstag im Engelshof, und weil man den Raum billiger mieten kann, wenn man das offiziell als Konzert tarnt, packen wir das Nötigste von unseren Kram in zwei Autos und gurken nach Köln-Porz! Der Osten von Köln! Weil wir ja so ungemein nett sind, haben wir den D-SAILORS übers Wochenende unseren Bus geliehen, damit die irgendwo in der Weltgeschichte anständige Konzerte geben können.

Wir aber heute nicht. Matze nimmt erst gar keine Toms mit und ich bleibe heute bestimmt nicht nüchtern, wenn alle Freunde und Saufkumpanen gleich hier antanzen. So, bis neun Uhr war noch eine Kinderdisco mit Rauchverbot, die Kiddies raus, wir bauen auf und fangen an, obwohl noch kaum einer da ist. Ist ja egal, ist ja auch eher als Geburtstagsgeschenk denn als Konzert zu betrachten.

Setlist gibt es nicht, und los. Klimper klimper, klingt wie Scheiße, ausgezeichnet! Zwischendurch hat Claus keine Lust mehr irgendein Stück zu Ende zu spielen und bricht ab. Vorschläge von unseren Freunden, was wir denn zum Besten geben könnten, lehnt er alle ab, weil die nicht auf der Setlist stehen.

Ein anderes, ewig nicht mehr geprobtes Stück wird abgebrochen weil er vergessen hat wie das ging. Na, Hauptsache alle packen sich an den Kopp!

Aber wenn wir mal was zu Ende spielen, dann fällt es gar nicht auf, dass hier das halbe Schlagzeug fehlt, ich bin beeindruckt!

Irgendwann, bei meinem Schleimsolo von der Ballade, kniet Claus vor mir nieder, und möchte nachher nicht mehr weiterspielen, weil seine Hose dabei dreckig geworden ist…

Nach jedem Stück wird erstmal gesüttert. Bla blubb. Und Claus meint, bevor ein bisschen Stimmung aufkommt, sollten wir doch lieber eine etwas längere Pause machen, weil wir sonst unseren Schülerbandbonus verspielen…

Dann erzählt er irgendeinen dummen Scheiß und alles besickt sich drüber, so dass manche echt glauben, er hätte wieder mit der Sauferei angefangen und wäre jetzt gerade stramm. Ein bisschen später, nach meinetwegen einer guten halben Stunde, ist der Spaß auch schon vorbei, wir können abbauen, den Kram wegfahren und saufen. Heißt ja im Fachjargon uppmachen, wer hätte das gedacht?

Beni (ÜBERMENSCHEN) und DER Sascha (SELFMADE MILLIONAIRES) sind der Meinung, das war das absolut beste CHEFDENKER Konzert überhaupt! Tja. Dann bin ich ja gezwungen das zu glauben!

Prost!