CHEFDENKER und BASH - 13.08.2004
Bash-Mike´s Hochzeit,
Straelen
Der Mike, seines Zeichens Schlagwerker von BASH!, hat geheiratet. Natürlich macht er eine entsprechende Feier bei sich im Garten, mit Bierpavillon und Bands, und deshalb war davon auch nichts offiziell angekündigt, denn wer will schon seine Hütte voll mit fremdem Gesocks haben?
Als wir Abends ankommen, hat seine komplette Verwandtschaft und sein Freundeskreis schon seit neun Uhr morgens hart gearbeitet und vorgelegt, angefangen mit Sektfrühstück übers Mittagsbierchen bis hin zum wohlverdienten, abendlichen Glas Wasser, um noch irgendwie durch die Nacht zu kommen. Ist aber ein ziemlich geschmeidiges Bild: Zwischen den herkömmlich gekleideten Nachbarn ein paar Typen, die im Clockwork-Outfit oder im Tiefschwarz-Gothic-Outfit daherschwirren, coolomat!
Mike gibt klare Anweisungen: „Du machst Rock n Roll-Show und euer Bassist zieht sich aus!“ Aha gut! Alles klar! Go!
Ein, zwei Bierchen trinken wir auch, bauen auf und werfen uns in Pose, selbstverständlich alle im feinen Anzug und edlen Zwirn, und Claus mit Sonnenbrille und uppjestelltem Iro, rotem Rüschenhemd und Italo-Slippern, der Mike ist ja schließlich sein alter Busenfreund, da spielt man ja nicht im x-beliebigen Outfit... Wir beginnen mit Punkrockkavalier als tanzbare Langsamversion und spielen danach erst mal alle Balladen. Is ja Hochzeit. Deswegen auch der Tisch mit Bier drauf auf der Bühne. Praktisch. Sollten wir öfter machen! Das Punkrockinteressierte Publikum gibt Höflichkeitsapplaus, die anderen auch... Ich balanciere ein bisschen auf irgendwelchen Cases rum und auf einer Trittleiter, wo ich selber wetten könnte, das ich mich gleich ganz ungeschmeidich auf die Fresse lege. Tu ich aber nicht. Glück gehabt. Claus gratuliert dem Brautpaar, mitten im Set immer noch zusammen zu sein, und ein doch eher unspektakuläres, aber dafür wahrscheinlich umso witziger anzusehendes Konzert ist vorbei. Hm. Naja. Prost.
Dann die Jungs von BASH! mit allen Leuten, die schon mal dabei waren, als Coverband ohne Namen, und gecovert werden so Perlen der Musikgeschichte wie „Hölle Hölle Hölle“ von Wolfgang Petry und ähnlicher Quatsch. Ausgezeichneter Soundtrack für ein paar Bier! Danach dann BASH! mit BASH!-Songs, wer hätte das gedacht? Claus singt hier und da auch noch mit, zwischendurch stehen dann mal mehr Leute auf der Bühne als davor, und ganz am Ende, praktisch um noch mal alles anständig ausarten zu lassen, gibt es „Smoke on the Water – Oi Fire in the sky“ mit Ritchie Mike Blackmore als Sänger und Gitarrist, und Claus Schlagzeuggott an den
Trömmelchen. Riesenfinale einer Riesenrockshow!
Danach, wer errät es, werden sich ein paar Hochzeitsbierchen genehmigt, und nachdem zu Hause in Köln der Bus ausgeladen ist, müssen wir Thomas und Frank da drin Haja machen lassen, weil wir die nicht mehr wach kriegen, allerdings fällt uns irgendwo in Köln noch der Schubbert in den Bus, Brack wie Arsch, herzlichen Glückwunsch. Jazz, Matze und ich schaffen es aber noch astrein nach Hause, zwar kriechend auf dem Zahnfleisch, aber immerhin ins eigene Bettchen. Toll gemacht, super! Die Welt ist stolz auf uns. Guts Nächtle und Prost! |