| CHEFDENKER und TAGTRAUM - 14.06.2003 Duisburg, Fabrik
Ah, wie schön! Heute liegt nur eine läppische Stunde Fahrt vor uns. Die würde ich mittlerweile auch schon geknebelt auf dem Dach abreißen können, also
go!
Ganz unspektakulär die Fabrik gefunden und unseren Kram aufgebaut. Tagtraum treffen ein, nette Jungs, kurze Unterhaltung, alles geil. Der Soundcheck verspricht schon ein relativ lautes Konzert, und die Leute draußen eine volle Hütte. Die Bundschuh-Fanzine-Jungs sind da, Bengalo mit Bierschinken-Kumpel und selbstverständlich ein paar äußerst geschmeidige Iros! Bemerkenswert ist der Merch-Tisch: Eine Millionen Tagtraum Artikel von Platten und CDs über Aufkleber bis hin zu Duschvorhanghaltern und Tagtraum-Altersvorsorge-Risikoversicherungen und daneben, ganz einsam und alleine: Eine süße, kleine CHEFDENKER Demo-CD. So nach dem Motte
„Pöh! Ich bin die schönste CD der ganzen Welt und koste schon stolze zwei Euro!“.
Dann stellt sich raus das echt ausverkauft ist und wir fangen mal hurtig an: CHEFDENKER hü! Über die Lautstärke kann sich wohl wirklich niemand beschweren, beim Sound sieht das wohl etwas anders aus. Es wird nichts abgemischt. Egal, Vollgas ahoi bei ungefähr fünf Millionen Grad Celsius. Mittendrin reißt dem Claus mal ne Saite. Oh, gerissene Saiten, welche Überraschung. Dem Matze knickt der Snareständer weg und mir geht gar nichts kaputt. Mist. Dafür kriege ich während dem spielen den Reißverschluss von meiner Hose von einer netten Dame zugemacht. Kann ja auch was. Zum Glück werde ich nicht gefüttert oder bekomme einen Sabberlatz um. Jedenfalls macht das einen Mordsspaß vor ordentlich Leuten zu spielen, nur der Weg von der Bühne zur Theke gestaltet sich dabei etwas schwieriger. Aber auf der Theke hat man einen prima Überblick und kann sich sogar die Band angucken. Hm, sehen ja gar nicht mal so beschissen aus. Jedenfalls finden sich hier ein paar Leute die mein Thekenposing gebührend abfeiern und am Ende gibt es noch eine ungemein nette Zugabe.
Geilomat!
Dann TAGTRAUM etwas leiser aber mit allen Hits. Die Pulk feiert die Jungs von vorne bis hinten gnadenlos ab und es macht Spaß zuzugucken welche Spielfreude vor allem der Sänger und Gitarrist an den Tag legt.
Leider müssen die Jungs sofort nach dem Gig fahren und können nicht mitsaufen. Aber den Jägermeister und den Rest vom Freibier schaffen wir auch so. Als die Sonne langsam wieder die Nacht ablöst ruft Caddy an, freut sich das wir noch wach sind und verkündet das er jetzt umgehend schwimmen gehen wird. Na ja, vielleicht ist es im Norden ja jetzt schon warm. Im Kickern schaffe ich es mit Mühe und Not gerade noch den einen Treffer zu landen der mich vorm nackt kriechen bewahrt. Unnötig zu erwähnen, das ich nicht ein einziges Mal gewonnen habe. Nicht mal gegen das Mädchen die behauptet sie hat noch nie Kicker gespielt hat. Na ja. Einige kotzen noch fleißig vor sich hin, im Flur nebenan vögeln welche, ich hau mir den Kopf an irgendwelchen Scheiß Stufen auf und gegen Mittag motzt eine Kölnerin, die die ganze Nacht an der Theke saß, das ihr Freund „schon“ nach Hause fahren will. Das ist OK. Nebenbei habe ich ganz vergessen, wo ich mein Scheiß Bier gebunkert habe. Hm, muss wohl ein gutes Versteck gewesen sein.
So wie ich das mitgekriegt habe, war das wohl das letzte Konzert in der Fabrik. Andere meinen, die wird demnächst wieder eröffnet. Was nun passiert bleibt abzuwarten...
Bis dahin kann man ja mal grillen. Ist ja jetzt auch schon Sommer.
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