| CHEFDENKER UND SUPERNICHTS - 17.12.05 Leipzig, Moritzbastei
Geil! Wieder Moritzbastei in Läipzsch! Ewig lange Kackfahrt, zum Glück sitzt der scheiß süße Kremer so gerne am Lenkrad, und wieder stehen da an die 400 Leute in der Moritzbastei bei geilem Sound! Während die anderen vorglühen mach ich wieder Haja (alter Mann plus massig schaufeln gleich viel Haja!), weshalb ich den Anfang von SUPERNICHTS leider verpasse! Also die vier Verrückten von SUPERNICHTS: Un-glaub-lich! Die haben echt die Punkrock-Pflicht vor Jahren abgehakt, und planschen jetzt lustig in der Kür rum! Ein heimlicher Hit jagt den noch heimlicheren! Unfassbar! Achim Arschloch am Schlagzeug noch besser als gestern in Braunschweig: Kann kaum noch anständig stehen, ist wahrscheinlich glücklich das er sitzen darf, und rotzt die ganze Zeit alles und jedem in die Fresse! Und während den Ansagen von seinem Sänger beglückt sich Achim damit auf seine Radkappe zu kloppen, die anstatt einem Becken am Ständer hängt, als gäbe es einen Preis dafür zu gewinnen! Der Basser lässt ganz geschmeidig die arschcoole Drecksau raushängen, so mit Kippe in der Fresse und bloß keine Mine verziehen und so, der Sänger wirkt wieder so gelassen als stände er an der Bushaltestelle, und nur Gitarrist Frank lässt schön die Gitarrensau raus, so mit ordentlich cooler, tief hängender Gitarre, Rumgeschreie und artig breiten Beinen. Gei-el! Und superwitzig dabei! Das gucke ich mir auch gerne aus dem Publikum an. Super Band! Da gibt es nix zu meckern! So. Dann wir. Poserrock aus Köln. Go! In der vorderen Hälfte des Raumes werden wir super abgefeiert, und weiter hinten wird wie üblich lässig gegafft. Alles klappt wie am Schnürchen, da verpatzt Claus den Text von „Immer in Gefahr“, und weil er nicht mehr zurück in den Song findet bricht er ab mit den Worten „…wir dürfen hier unseren Schülerbandbonus nicht verspielen.“ So. Einmal CHEFDENKER live erleben und dann sterben! Weiter mit der zweiten Strophe! Are you ready for the zweite Strophe? Go! Da packste Dir ann Kopp! Aber bei Pank da stümmt schomma nich immer watt! Scheißegal, Rumposerei, Krach, Geschrei, Leute die darauf voll abfahren, mal wieder supergeil alles hier, absolut unglaublich! Als das Set zu Ende ist wollen die Leute noch was hören. Hin und her, mann wie das dauert, und endlich lassen sich SUPERNICHTS dazu hinreißen noch einen zu bringen. Wir übergeben also unsere Instrumente, nur Frank Franksen will nicht an meine Gitarre! Watt? Ich also hin und sach „willste Gitarre spielen oder soll ich Dir grad ma eine tafeln?“ Er: „…na ja dann…“ und schnappt sich die Gitarre. Man muss nur höflich einzuladen wissen! Und dann: SUPERNICHTS spielen als CHEFDENKER-Zugabe in Leipzig „Trink doch eene mit“! Ich packs nicht! Die lattenstracken Jungs bieten Leipzig ordentlich kölsche Traditionsmusik, ich brech ab! Ich pack es einfach nicht! Superlustig! Und fertig. Um noch einen draufzusetzen tapert Achim vom Schlagzeug and die Gitarre und schraddelt sich einen zusammen das es nur so kracht, und schreit sich dabei die Seele aus dem Leib: „Schneeeeeeflöööööckchen Weißrööööckchen wahaaaan kooomst Du geeeeschneiiiiit….“ Ich falte mich in die Ecke! So! Ende! Ich wisch mir die Tränen aus dem Gesicht! Jetzt wird gesoffen! Die Jungs von SHUTCOMBO tauchen noch auf, wollen uns zum Schnaps saufen mitnehmen, aber irgendwie können die nicht garantieren dass wir pünktlich wieder zum Pennplatz kommen, scheiße, weil wir ja morgen sehr früh noch n Unplugged-Kram klarmachen wollen. Egal, saufen geht auch ohne Schnaps, und hopp, Prost. Irgendwie geht es dann wieder ins Flower Power, so eine Kneipe, wo die Bands im Stockwerk drüber immer pennen, und wo ein Typ bis morgens früh in eisiger Kälte immer vor der Türe grillt! So lecker Würstchen, Steaks, und was er noch so da hat! Schmeckt aber lecker! Gegen Morgen sitzen Frank Franksen und ich noch mit einer Lady an der Theke, und weil er glaubt, ich wolle die abschleppen, geht er pennen. Aber nö, ich hab doch schon das beste Superbäibi, ich will die nicht, also bring ich der jungen Dame bei, dass sie bei uns pennen kann, kein Problem, und nehme die mit hoch und zeige ihr wo die Betten von den Jungs stehen, aber was ich da noch nicht wusste: Er will die auch nicht haben! Er ist nämlich frisch verheiratet. Mannometer, ey! Kann ich ja nicht riechen! Aber was ein Schauspiel, wir so genannten furchtbar wilden Punkrocker: Nöö, ich will die nich. Ja ich auch nich. Schieb hin und her. Na dann gute Nacht. Nacht. Scheißegal, super Abend, Riesenspaß, Leipziger MB: Eins mit Sternchen! Prost. KOLLEGE 12/05 |