CHEFDENKER und ZSK - 20.03.2004 Beteigeuze, Ulm

Endlich endlich einen eigenen Tourbus! Zwar kein Geld mehr, um einen Satz Saiten zu kaufen, aber mit einem Mercedes-Bus in der Gegend rumeiern... Ziemlich geschmeidig. Irgendwo im Industriegebiet steht ein Container rum, das sogenannte Beteigeuze, und drinnen gibt's feines essen und ne prima Anlage. Sogar Bands wie TERRORGRUPPE verirren sich ab und an hierhin. Weil heute Abend drei Gegenveranstaltungen sind kommt leider nur wenig Publikum, ist aber scheißegal, weil der Thomas sich einen Oberlippenbart hat wachsen lassen (Schnäuzer/Oliba/Fotzenbesen), und damit ist er ganz einfach der König der Welt. Metal Berten (der Clown) von den SUPERFREUNDEN trabt auch an. Im Gepäck hat er ein paar Jugendliche von seiner Arbeit mitgebracht, die uns prima abfeiern. Weil zerstören, randalieren, brandschatzen und Fernseher-aus-Hotelzimmern-schmeißen auf Dauer ziemlich anstrengend ist, hat der Matze grundsätzlich neben seinen Groupies und seinen Drogen Rockstar-Like immer lecker Bütterken zur Hand, wahlweise mit Wurst oder Käse. Menschenskinder, kann  man je nach Lust und Laune reinbeißen. Mittlerweile haben wir uns das alle angewöhnt, und lassen das Publikum - großzügig - daran teilhaben. Deswegen verkauft Jazz heute als Special-Merchartikel lecker Bütterken in Butterbrotpapier, was von uns liebevoll unterschrieben wurde. Hat nur Vorteile: Macht was her, sieht klasse aus und beim saufen kommt ja eh immer der Hunger. Manche verstehens nicht, manche machen sich für einen läppischen Euro satt. Vielleicht gehen wir mal als doofe Band mit den geilsten Merchartikeln in die Geschichte ein. Geil. Nun gut, wir legen los. Mein Monitorsound brät mir meine Gitarre in den Magen, super! Kaum hab ich wieder Kajal in der Fresse klingt alles ausgezeichnet. Da macht es auch nichts, das mein scheiß Sender den Geist aufgegeben hat. Ich beherzige Franks Rat und denke beim Spielen ununterbrochen an den Türk, weshalb ich die Gitarre nur im äußersten Notfall waagerecht halte, und selbst dann liegt das Ding lässig auf meinem Oberschenkel. Ich sinn der Geilste! Beim Pogo knallt ein Typ äußerst ungeschmeidig mit dem Gesicht auf den Bühnenrand und holt sich eine fette, klaffende Wunde unterm Auge. Aua! Irgendwer klebt total läppsch ein Pflaster drüber, und der Typ steht wieder wie ne eins. Respekt! Gibt natürlich Bier zur Heilung, is ja klar. Gegen Ende wollen einige den Thomas wieder nackt haben, und der lässt sich nicht lumpen. Allerdings sollen ihn doch Ladys ausziehen, aber keine traut sich. Für die Zukunft: Damen der Welt, gönnt euch den Spaß! Ein Mädel will mich auch nackt sehen. Naja, immerhin. Aber noch mal: Ist nicht MEIN Job. Bis aufs Leopardenhöschen entblößen - Matzes Arbeit! Mit dem Löres wedeln - Thomas! Eine kleines Mädel steht fratzig in der Ecke und brüllt die ganze Zeit was von "Fresse halten" und von "verpisst euch". Das find ich putzig, und deshalb gehört das belohnt, mit Bier. Will sie aber auch nicht, hö. Jedenfalls gibt es nicht eine einzige Beschwerde von wegen zu viel Posing, mist. Matze und ich stellen hinterher fest, das wir beide das ganze Konzert über demselben Mädel beim tanzen und rumhüpfen zugeguckt haben (lechz, sabber). Thomas Unterhose wird geklaut! Lustig ist das Rockerdasein. Irgend ein/e Fremde/r (mit augenscheinlich sehr gutem
Humor!) hat jetzt wahrscheinlich die Unterwäsche vom CHEFDENKER-Bassisten an der Wand hängen, damit die Freunde sich vor lachen bepissen können. Joh, is doch in Ordnung. Aber dat Löny aus Hellerzhofen (oder so) ist so gnädig und gibt ein paar neue Damen-Strings an den Thomas ab. Ihr Vater hat die wohl mal verkauft oder so (??), und Thomas probiert die noch direkt draußen auf dem Bürgersteig an. Und ich kann nur sagen: Der sieht verflucht sexy damit aus: Der Schniepel hängt links raus, die Eier rechts, und das alles mit nackten Arschbacken. Wer kann da schon nein sagen. Und nebenbei: Dat Löny erzählt, sie hat in verschiedenen Foren als Bild einen Waschbären aufm Roller, der früher mal ein Hamschter war. Oder so... Gut, ZSK, die schon mal vor ANTI-FLAG spielen durften, rocken guten "Veganer-Skatepunk" runter (einer ist Vegetarier und die anderen drei Vegan) und machen gegen Ende noch lustige Punkrock-Karaoke. Prima Sauf-Soundtrack. Dann geht UPS-Kindergartenscheiße los, von wegen alle gleichzeitig besoffen in den Bus kriegen: HASS! Mit hundert Leuten, die da gar nicht reingehören, und einer Matratze vorm Gesicht des Fahrers geht's auf zum Pennplatz, und leider nicht in den Riesenpuff an der Ecke, und leider auch nicht in eine Metalkneipe, in der angeblich alle Oliba, Vokuhila und Cowboystiefel tragen. So sehr ich auch bettel! Des isch schohd, sacht de Schwohb.