CHEFDENKER und KAFKAS - 22.10.05 Hameln - Regenbogen

Beschreibe Hameln mit drei Worten: Rattenfänger!

Ja, hin, aufbauen in dem sehr gepflegten Raum der Regenbogen heißt, zu groß für ein anständiges Punkrockkonzert, dafür mit super essen und saunetten Leuten, und ich lerne den Shitletter-Macher kennen, der den Bönx noch Bengalo nennt…

Alles sehr geschmeidig, witzige Vorbands, wo ich noch BRITNEY SPEARS´ „Lucky“ mitschrammel, ruhiges Publikum, alles ohne irgendwelche besonderen Vorkommnisse, zwar nicht langweilig aber…naja doch: Langweilig! So langsam begreife ich was der Caddy damit meinte das für gewöhnlich ein Konzert wie das Andere ist, wenn man mal regelmäßig spielt… Aber ich will nich meckern, bin ja froh andauernd spielen zu können!!

Ja, wir lernen datt Sara kennen, mit ihrem großen, bunten Tattoo im Dekolleté (eine schielende Katze!), die sich nahtlos in die Riege von

- Löny aus Hubertshagen,
- Saskia aus Sprockhövel und
- J.T. aus Trier

einreiht: Offizielle CHEFDENKER-Maskottchen! Während sie sich mit Schnaps abfüllt, ich so zu ihr: „Du musst unbedingt mal ganz schnell mit meiner Carolita ins Bett gehen, und ich guck zu!“ Sie: „Müssen wir die nich vorher fragen?“

Jau, CHEFDENKER-Show, Scotty: Energie. Caddy und Thomas haben sich gut abgeschädelt, alles läuft super, Sound gut, so halbnett gefüllte Hütte, halt zu groß aber egal, spielen macht wie immer sauviel Spaß, und dann, endlich: Am Anfang von 16 Ventile in Gold bricht der Caddy ab weil er sich da hinten am Schlagzeug einen zurecht holpert das mir bald die Ohren abfaulen. Er kriegt diesen Schlagzeugwirbelkram nicht mehr hin. Bricht ab, lässt sich abfeiern und beginnt von vorne. Vollaufen lassen, selber abbrechen, abfeiern lassen! Alter Hase im Geschäft!

Er sellba (entsetzt über sich sellba): „Mein Gott! Wie viele Jahre ist das her das ich einen Song abgebrochen habe…?!?“

Ja, alle haben Spaß, die hinteren Reihen scheinbar gar nicht, die pennen bald ein, aber egal, alles super, und schon wieder ein geschmeidiges, aber eher unspektakuläres Konzert ohne großartige Brüller vorbei. Macht alles nix, alles wieder auf Video gebannt für das CHEFDENKER-Homevideo.

Am nächsten Tag lassen wir es uns nicht nehmen ganz geschmeidig mal in die Innenstadt von Hameln zu gehen und als offizielle CHEFDENKER-Freizeit ins Rattenfänger-Museum zu gehen: So richtig mit zweistündiger Führung und bla und gook von einem Typen mit grauen Haaren! Spannend. Und alles auf Film gebannt als super Homevideo-Futter!

Cool: Alle steigen aus dem Bus aus, nur Frank bleibt immer noch fertig von der Vorabend-Sauferei auf der Sitzbank liegen. Claus: „Komm Frank, Rattenfängermuseum.“ Frank: „Das Rattenfängermuseum kann mich mal am Arsch lecken!“

Alles egal, hinterher checken wir dass wir gar nicht im Rattenfängermuseum waren, sondern nur im Heimatkundemuseum. Och Mann! So ein Mist! Schade, echt. Und schon wieder vorbei, sowas.

Schönes, stressfreies Wochenende, nette Veranstalter, gut gefrühstückt, ganz gut gepennt, gut Spaß gehabt aber eher laue Konzerte. Aber warum soll es uns anders gehen als jeder anderen bekackten Scheißband!? Prost. KOLLEGE 10/05