CHEFDENKER und FREE LIVING INSANITY - 23.04.04 Yellowstone, Bergkamen

Kleines Dorf, nette Leute, lustige Autoprolls, die vor der Türe hin- und herfahren, aber im Vorfeld eine klasse Organisation, wo jeder genau wusste wann, wo, wie, und wo bei unserer Ankunft zur Abwechslung schon alles aufgebaut ist und der Sound schon steht! Und wenn einmal alles so gut hingebogen ist, dann sagt natürlich die Hauptband FREEBASE ab, weil deren ganze Tour irgendwie ins Wasser gefallen ist. Nun gut, somit sind wir heute die Hauptpimmelraushalter.

Fö und Bengalo kommen rechtzeitig zur ersten Band an, wo der Schlagzeuger ein Original Travis Barker mit 16 ist, auch musikalisch, ohne Unterricht. Will er aber nicht hören, na gut. Die zweite Band besteht aus schüchternen, netten Typen, die für Indie-Rock-Verhältnisse richtig gute Musik machen. Bengalo schießt sich ab und in andere Dimensionen, und ein paar Turbojugend Eslo (eigentlich ja Eslohe) Jungs erzählen mir, das sie diese Turbojugend-Jacken nicht brauchen, weil sie schon Jacken haben, und denen warm genug ist. Cool!

Matze und Thomas flirten ununterbrochen mit den normal verrückten www.rilbfhpa.de-Typen, die unser Booking machen wollen, auch nachdem wir angefangen haben zu spielen, wo dann ein paar wenige tanzen, manchmal auch der abgeschraubte Bengalo alleine, und der Rest guckt (ich glaube eher unbeeindruckt) zu. Gut, dann gebe ich denen was zu gucken und hüpfe wild onanierend in der Gegend rum.

Andauernd klettern Leute zum Claus auf die Bühne und schreien dem ins Ohr oder entern das Mikro (manchmal auch der abgeschraubte Bengalo alleine), bis Claus sich dann gelangweilt an die Seite stellt und nur noch Gitarre spielt. Pfeif, trallala. Man weiß ja nie so genau, ob sich das Publikum jetzt nun unterhalten fühlt oder nicht, wenn die sich nicht bewegen und einfach nur gucken, aber wenn die nicht rausgehen denke ich mal, das es denen irgendwie doch gefällt. Man weiß es halt nicht, jedenfalls schaue ich dem Matze zum ersten Mal beim spielen zu, sehr geschmeidig. Bengalo ruht sich ein bisschen auf der Bühne aus, hatte ich übrigens schon erwähnt: Abgeschraubt bis hinten gegen, aber auch kein Wunder, ist ja schließlich Tag des Bieres.

Dafür wird er aber pünktlich zu meinem Wichs-Solo wieder munter und zieht mich von der Bühne, geil. Nun gut, irgendwie leider alles ziemlich unspektakulär, hat aber Spaß gemacht, ab in die Heimat, morgen geht es früh raus und nach Schwäbisch Gmünd. Das ist ne Ecke weit zu gurken. Prösterchen.