| CHEFDENKER, ROTTEN APPLES und YELLOWCAKE - Trash 2001 Labelparty - 27.10.06 Essen, Cafe NOVA
So, unser Lieblingslabel TRASH 2001 feiert ne Labelparty in Essen im Café Nova. Und Chef Paule hat hochoffiziell angekündigt, dass das Bier dieses mal nicht zu Ende geht! So wie letztes Mal! War ja ein Skandälchen sondergleichen. Na gut, wenn das so ist. Im Café Nova aufbauen, kickern, warten bis das Räumchen gut gefüllt ist und die vier sehr netten Ladys von unseren Labelkollegen ROTTEN APPLES kennen lernen. Und, sehr cool: Die Schlagzeugerin hat doch tatsächlich Titten auf ihrem Arm tätowiert! Geil! Als Zeichen von Respekt male ich mir einen Pimmel auf den Oberarm. Findet sie super! Ja, das Café Nova ist, wie der Name schon vermuten lässt, ziemlich gepflegt, mit Glaswänden links und rechts, und feststehenden Stehtischen direkt vor der Bühne. Gediegene Sache, und ich mag es ja auch gepflegt, allerdings vielleicht für Ranzpunk der ROTTEN APPLES und CHEFDENKER etwas zu fein. Aber scheißegal, die APPLES wissen die Leute zu begeistern, und mein Favorit ist nach wie vor der Refrain zu „My House“. Der Fahrer von denen ist so ein Riesenkerl, den müssten wir als immer als Aufpasser und Schlepparsch dabei haben, das wärs! Naja, heute ist das mittlerweile 107.Chefdenker-Konzert. Caddy hatte mich vor Jahren schon gewarnt: „Irgendwann ist es immer nur noch das Gleiche.“ Und Claus hat auch schon mal gesagt, dass man echt versuchen muss, sich sein eigenes Konzert irgendwie interessant zu gestalten, weil es sonst wirklich zu langweilig für einen selbst wird. Na, dann mache ich heute einen auf Freizeitpunker. Wochenend-gegen-dem-System-omatik an. Ich schmiere mir ordentlich Kajal in die Fresse. Bin ich riesiger Fan von. Kauft mir nur keine Sau ab! Dem VERSUS-Östin und dem DERSascha ja. Mir nich. Mehr fällt mir auch nicht ein, außer ein paar Bier, und dann sind wir dran. Wir tapern auf die Bühne, irgendwer brüllt dass wir nicht mal mehr ne halbe Stunde Spielzeit haben. Jaja. Wie üblich, so Ansagen kommen doch immer, und es hält sich nie wer dran. Na gut, Rockedirock, wir fangen an, ein paar Leute tanzen und singen mit, die meisten stehen passend zum gepflegten Räumchen gemütlich guckend rum, auch OK, ich mache ein schönes drei-Minuten-Rockstar-Gitarrensolo, yeah, das erste Eis bricht so langsam, und dann... Ende. Was? Wir sollen jetzt echt nach gut 20 Minuten aufhören zu spielen?! Wir haben doch grad erst angefangen! Ist das ein Witz? Nein. Ach Du Scheiße! Weil das hier irgendwas Christliches ist, ne Kirche oder watt-weiß-ich-watt-fürn-Scheiß, muss hier Punkt zwölf Schluss sein! Hä? Entschuldigung?! Punkrock? Und datt auch noch mitten im Ruhrpott. Schande. Na gut. CHEFDENKER bauen artig ab, und der kleine Gitarrist mit dem verwegenen Kajal im Gesicht ist traurig. Och. Also datt war aber jetz echt ne Pleite! Hoffentlich wollte uns nicht wirklich jemand sehen, und hat sogar noch Eintritt bezahlt! Toll. Wir laden also unseren Kram in den Bus, scheiß Schlepperei, und trinken noch ein bisschen Schnaps mit den ROTTEN APPLES. Also das war jetzt das Dritt-kürzeste CHEFDENKER-Konzert ever! Das Kürzeste war Anfang 2004 in Landau, als wir nach dem Aufbau erst gar nicht anfangen durften zu spielen, weil Feiertag war. Tättää! Das Zweit-kürzeste Konzert war in Nürnberg auf dem geilen, großen Festival, als es Claus so scheiße ging, und wir nach ein paar Minuten halb-peinlicher Improvisation die Segel streichen mussten. Und Nummer drei war heute, mit gut 20 Minuten Konzert, weil das Christentum sonst geweint hätte. Tättää. Also wenn man die ganze Woche geschaufelt hat, und sein Wochenende für 20 Minütchen Fideldidü opfert, dann macht man sich schon Gedanken... aber das beweist ja nur nach wie vor: Rock´n´Roll ist kein Lehnstuhl! Aber na gut, kackegal, wir bleiben scheiß Optimisten, beim dritten Anlauf klappt es, und nächstes Jahr zur nächsten Platte gibt es eine Labelparty mit Endlosbier und sogar einem ganzen CHEFDENKER-Konzert (also 25 Minuten Plus). Hätt ich mir den Kajal sparen können, war auch so mal wieder was anderes. Dann der Knüller des Abends. Claus fährt uns strunzevollen Nervkekse nach Köln zurück. Wir schieben Thomas vor seine Haustür, wo er ja mit seiner Janina lebt, und überlegen noch kurz ob wir uns den Gag erlauben und klingeln und dann abhauen sollten. Aber nö. Wir klingeln, und Janina macht auf. Na gut, Abflug, Matze schmeißt vor der Türe noch ein paar Flaschen in der Gegend rum, schon irgendwie etwas ungewohnt komisch, und das wars für heute. Tja. Leicht verkorkst, aber die Sonne scheint nicht jeden Tag. Man könnte ja jetzt meinen er sei ein Mongo doch stattdessen schien es als hätte er Rock´n´Roll mit Esslöffeln gefressen! Liebe, Café, Sport und Vitamine. KOHLEHSCH 11/06 Und wenn einer noch mehr wissen will: |